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Straßenfest organisieren: Genehmigungen & Anträge

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Straßenfest organisieren: Genehmigungen & Anträge

Straßenfest organisieren: Genehmigungen, Anträge und rechtliche Pflichten

💡 Das Wichtigste in Kürze:

  • Sondernutzungserlaubnis beim Ordnungsamt ist in den meisten Fällen erforderlich
  • Anträge sollten mindestens 4–6 Wochen vor dem Fest eingereicht werden
  • Veranstalterhaftpflicht-Versicherung ist ein Muss für jeden Veranstalter

Viele unterschätzen, wie wichtig eine rechtzeitige Anmeldung für ein Straßenfest ist. Wer im Süden Deutschlands lebt, kennt das: Nachbarn wollen feiern, die Straße soll gesperrt werden, doch niemand weiß, wo man überhaupt anfragt. Das Gute: Mit den richtigen Schritten und etwas Vorlaufzeit lässt sich jedes Fest problemlos anmelden.

Brauche ich überhaupt eine Genehmigung?

Kurz gesagt: Ja. Sobald Sie die Straße ganz oder teilweise sperren möchten oder mit einem Fest rechnen, das über den reinen Nachbarschaftsrahmen hinausgeht, benötigen Sie eine offizielle Genehmigung. Diese nennt sich Sondernutzungserlaubnis und wird vom Ordnungsamt der zuständigen Gemeinde oder Stadt erteilt. Auch wenn es nur um das Aufstellen von Tischen im öffentlichen Raum geht, ist eine Anmeldung nötig. Die gute Nachricht: Das Verfahren ist standardisiert und läuft in den meisten Kommunen ähnlich ab.

Welche Anträge sind nötig?

Die Sondernutzungserlaubnis beim Ordnungsamt ist die Basis. Zusätzlich können weitere Anträge fällig werden: Wenn Alkohol ausgeschenkt wird, brauchen Sie eine Gaststättenerlaubnis oder eine vorübergehende Genehmigung. Bei Live-Musik oder DJ-Einsatz ist eine Anmeldung bei der GEMA (Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und Mechanische Vervielfältigungsrechte) erforderlich. Wer Speisen und Getränke verkaufen möchte, sollte das Veterinäramt und das Lebensmittelüberwachungsamt einbinden. Am besten erkundigen Sie sich frühzeitig beim Ordnungsamt, welche Behörden konkret zuständig sind.

Fristen einhalten – Planung ist alles

Vier bis sechs Wochen vor dem geplanten Fest sollten alle Anträge eingereicht sein. Manche Kommunen benötigen noch mehr Zeit, besonders wenn mehrere Ämter koordiniert werden müssen. Wer im Sommer plant, sollte spätestens im März oder April loslegen. Verspätete Anträge können zum Aus für das Fest führen – oder zu stressigen Eilanträgen mit Unsicherheit. Eine frühe Planung gibt Ihnen Sicherheit und Zeit für Nachfragen.

Versicherung nicht vergessen

Ihre private Haftpflichtversicherung deckt Straßenfeste in der Regel nicht ab. Deshalb ist eine Veranstalterhaftpflicht-Versicherung unverzichtbar. Sie schützt Sie vor Schadensersatzforderungen, falls während des Fests jemand zu Schaden kommt. Viele Versicherungsagenturen bieten kurzfristige Policen an, die für einzelne Veranstaltungen gelten. Die Kosten sind oft überraschend günstig und entlasten Sie rechtlich erheblich.

Praktische Tipps für reibungsloses Fest

Binden Sie Anwohner frühzeitig ein – sie sind Ihre besten Verbündeten und können auch bei Behördengängen helfen. Planen Sie einen Wetter-Plan B, etwa mit Zelten oder Ausweichräumen. Kümmern Sie sich um ein Müllkonzept mit ausreichend Behältern. Klären Sie die Toilettenfrage – mobile Toiletten sind oft notwendig. Organisieren Sie Strom für Musik und Beleuchtung. Kommunizieren Sie rechtzeitig mit allen, dass das Fest spätestens um 22 Uhr endet, um Ärger mit der Nachtruhe zu vermeiden.

Häufig gestellte Fragen

Kann ich ein kleines Nachbarschaftsfest ohne Anmeldung machen?
Das hängt von der Gemeinde und dem Umfang ab. Sicherheitshalber sollten Sie anmelden – die meisten Ordnungsämter unterscheiden zwischen privaten Gartenfeiern und öffentlichen Straßenfesten.

Wie lange dauert die Genehmigung?
Mit rechtzeitiger Antragstellung 4–6 Wochen vorher erhalten Sie den Bescheid meist 2–3 Wochen vor dem Fest. Eilanträge sind möglich, kosten aber Zeit und Nerven.

Was kostet die Sondernutzungserlaubnis?
Die Gebühren variieren je nach Kommune stark. Erkundigen Sie sich direkt beim zuständigen Ordnungsamt nach den genauen Kosten.

Mit diesen Schritten steht Ihrem Straßenfest nichts im Weg. Der Aufwand lohnt sich: ein rechtssicheres, gut organisiertes Fest ohne Stress.

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